Akademische Sprachtherapeutin · Gründerin von TherAkademie
Dani Cullen
Spezialisiert auf frühkindliche Sprachentwicklung, Late Talker und komplexe phonologische Störungen. Und die Frage, wie evidenzbasiertes Wissen dazu in die Praxis kommt.

Über mich
Ich bin akademische Sprachtherapeutin mit Spezialisierung auf frühkindliche Sprachentwicklung, Late Talker und komplexe phonologische Störungen. Meinen Schwerpunkt auf phonologische Störungen habe ich in der Entwicklung von ZOPA (Zyklisch Orientierter Phonologieansatz) vertieft, einem Therapiekonzept, das ich in Anlehnung an den Cycles Approach für den deutschsprachigen Raum entwickelt habe.
TherAkademie habe ich gegründet, weil ich in Fortbildungen immer wieder dasselbe erlebt habe: theorielastige Inhalte ohne Praxisbezug, teilweise veraltetes Wissen, wenig Raum für echten Austausch. Ich wollte eine Plattform schaffen, auf der Logopäd*innen und Sprachtherapeut*innen sich auf die Qualität der Inhalte und die Haltung der Dozent*innen verlassen können: antidiskriminierend, teilhabeorientiert, nah an der Praxis.
Therapiekonzepte
ZOPA
Zyklisch Orientierter Phonologieansatz
ZOPA habe ich entwickelt, nachdem ich in meiner therapeutischen Praxis an eine Grenze gestoßen bin: Kinder mit vielen konsequenten phonologischen Prozessen und schwer verständlicher Aussprache, bei denen die gängigen Verfahren nur langsam Wirkung zeigten. Als ich zufällig auf den Cycles Approach stieß, war ich von den schnellen Fortschritten begeistert. Aber der Ansatz ließ sich nicht direkt auf das deutsche Phonemsystem übertragen. Also habe ich ihn angepasst.
ZOPA richtet sich an 3-6-jährige Kinder mit schwer verständlicher Aussprache aufgrund vieler phonologischer Prozesse. Das primäre Therapieziel ist nicht die perfekte Aussprache, sondern möglichst schnell Verständlichkeit im Alltag. Der Ansatz ist hinsichtlich Sitzungslänge und Setting auf die im deutschsprachigen Raum typischen Therapiebedingungen zugeschnitten und berücksichtigt die spezifischen Besonderheiten des deutschen Phonemsystems.
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Publikationen:
Cullen, D. (2026). Der Zyklisch Orientierte Phonologieansatz (ZOPA). Logos. (i.E.)
Late Talker
Late Talker sind seit Beginn meiner therapeutischen Laufbahn ein Schwerpunkt – ich habe in diesem Bereich sehr viele Kinder behandelt und Eltern beraten. In der Arbeit mit Late Talkern erlebe ich immer wieder dasselbe Muster: Der Fokus liegt auf dem Wortschatz; also darauf, was das Kind noch nicht sagt.
Dabei bleibt oft die entscheidendere Frage unbeantwortet: Warum wird noch kein Wortschatz erworben? Mein Ansatz setzt deshalb zuerst an den Vorläuferfähigkeiten des Sprechens an und fragt, welche Grundlagen noch fehlen oder gefestigt werden müssen.
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Ein zentraler Baustein ist dabei die Elternarbeit, aber nicht in Form von Übungen, die zu Hause abgearbeitet werden. Stattdessen zeige ich Eltern, wie sie ihr Kind in Alltagsroutinen und Spielsituationen sprachlich begleiten können, ohne dass es sich wie ein zusätzlicher Aufwand anfühlt. Was in den Familienalltag passt, wird auch umgesetzt.